Sonntag, 6. März 2016

Barbara

- Auf dem Hexenbesen durch das Musikerinnen-Alphabet! -

Weiter geht es heute mit dem schönen runden Buchstaben B:

Dieser Sonntag ist nasskalt und deutschgrau, da will keiner vor die Tür. Wir betrachten alte Fotografien in schwarzweiß und Videos mit Menschen, die unser Leben längst verlassen haben.

Dazu perlt die Musik von Barbara durch den Raum, auch ihr Video ist schwarzweiß, aus dem Jahr 1962 - und auch sie ist nicht mehr da und doch jede Sekunde Zuhörens wert.

 
Barbara - Dis, quand reviendras-tu? (1962)

Die Jüdin Barbara - mit bürgerlichem Namen Monique Serf - wurde 1930 im Elsass geboren, musste in den 40er Jahren vor den Nazis fliehen, besuchte nach dem Krieg das Pariser Konservatorium, studierte klassischen Gesang und Klavier.

In den 50er Jahren sang sie Lieder von Edith Piaf, Juliette Greco, Georges Moustaki, Jacques Brel und Georges Brassens, mit denen sie befreundet war. Sie schrieb und sang eigene Lieder; 1957 produzierte sie die erste eigene Single, es folgten elf Alben bis zu ihrem Tod im Jahr 1997.

In Deutschland berühmt wurde Barbara Mitte der 60er Jahre, unter anderem mit dem Lied "Göttingen" über die deutsch-französische Versöhnung nach dem Krieg.

Der Hamburger Klaus Knust hat Barbara eine wunderbare Biographie-Seite gewidmet.